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Wir alle freuen uns über eingehende Leads. Sie stehen für Chancen, Anerkennung und Wachstum. Doch der Begriff „Leads generieren“ suggeriert, sie ließen sich produzieren wie Strom. Man bräuchte lediglich einen Generator.
Genau hier liegt das Missverständnis. Leads sind keine abstrakte physikalische Größe. Es handelt sich um Menschen, die Ihr Angebot sehen, es benötigen und mehr darüber erfahren wollen. Die Zahl dieser Menschen ist zwangsläufig begrenzt.
Das heutige digitale Marketing erlaubt es, „Zielgruppen“ Tag für Tag mit unzähligen Botschaften zu bombardieren. Funktioniert das? Technisch ja, kommerziell jedoch weit weniger, als wir vielleicht hoffen.
Denn wir dürfen Transaktion nicht mit Beziehung verwechseln. Käufer warten nicht darauf, durch einen Konversions-Trichter geschleust zu werden. Je mehr das Marketing um Aufmerksamkeit buhlt, desto mehr schützen Käufer diese. Je automatisierter die Kommunikation wirkt, desto weniger schafft sie Vertrauen. Ist die Lead-Generierung damit tot?
Wir werden den Ast, auf dem wir sitzen, nicht so leicht absägen. Doch in einer Welt, die von Marketing-Automatisierung, künstlicher Intelligenz und Überkommunikation geprägt ist, werden Käufer des Auswuchses überdrüssig und bevorzugen, was ihnen einen angemessenen Ertrag auf ihre kostbare Aufmerksamkeit verspricht.
Was können wir also tun, um „Leads zu generieren“? Erstens sollten wir uns daran erinnern, dass „Märkte Gespräche sind“ (erinnern Sie sich an das Cluetrain-Manifest?). Zweitens müssen wir anerkennen, dass echte Gespräche trotz KI menschlich bleiben. Anstatt nach der schnellen Transaktion zu streben (ein ausgefülltes Formular auf einer Landingpage), sollten wir geduldig die Voraussetzungen schaffen, damit eine Beziehung überhaupt entstehen kann:
Klingt das nach Branding? Aber klar!
Branding ist keine dekorative Ebene, die man der Geschäftsstrategie aufsetzt. Im B2B ist es die wahre Grundlage der Marketingleistung. Es schafft Wiedererkennung, bevor die Nachfrage entsteht. Es baut Glaubwürdigkeit auf, bevor Kontakt aufgenommen wird. Es etabliert Autorität unter dem prüfenden Blick der LLM-Algorithmen.
Branding wirkt langsam, aber es wirkt tief. Es hilft Unternehmen, erkennbar, verständlich und bevorzugt zu werden. Es verleiht dem Marketing eine Rolle, die über die reine Aktivierung hinausgeht. Es erleichtert Verkaufsgespräche, da ein Teil der Arbeit bereits getan ist: Das Unternehmen ist bekannt, sein Standpunkt ist klar, und sein Wertversprechen ist leichter zu erfassen.
Dies ist gerade jetzt besonders wichtig. Je stärker künstliche Intelligenz ins Marketing vordringt, desto wichtiger werden menschliches Urteilsvermögen, Klarheit und Vertrauen. Je mehr Unternehmen ihre Kundenansprache automatisieren, desto höher werden Käufer Präzision, Zurückhaltung und Substanz schätzen. Paradoxerweise ist die Zukunft des B2B-Marketings menschlich.
So sehen wir bei bb&b modernes Marketing. Wie stehen Sie dazu?

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